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Marktbericht Januar 2026

Der Start in das Jahr 2026 ist von einer spürbaren Marktbreite und einem positiven Grundton geprägt. Während in den Vorjahren oft nur wenige Tech-Giganten die Märkte trieben, sehen wir aktuell eine Erholung in Europa und den Schwellenländern, was die Diversifikation für Langfrist-Anleger wieder attraktiver macht.

📈 Aktien: Globaler Aufwind und neue Favoriten

Die weltweiten Aktienmärkte sind mit Rückenwind ins Jahr gestartet.

  • USA: Die „KI-Euphorie“ hat sich zu einer soliden Ertragssäule gewandelt. Dennoch mahnen hohe Bewertungen zur Disziplin. Für Buy-and-Hold-Anleger bleibt der US-Markt aufgrund der Innovationskraft ein Kernbaustein.
  • Europa & Emerging Markets: Diese Regionen zeigen im Januar relative Stärke. Günstigere Bewertungen und Nachholpotenzial machen sie zu wichtigen Stabilitätsfaktoren im Depot.
  • Sektoren: Neben Technologie rücken verstärkt Infrastruktur und Energie (insbesondere im Kontext der Dekarbonisierung) in den Fokus.

🏠 Immobilien: Bodenbildung und Fokus auf Qualität

Der Immobilienmarkt zeigt nach der schwierigen Phase der letzten Jahre erste deutliche Anzeichen einer Stabilisierung.

  • Wohnimmobilien: In Ballungszentren bleibt der Nachfrageüberhang bei knappem Angebot der entscheidende Preistreiber. Die Mietrenditen haben sich auf einem attraktiven Niveau stabilisiert.
  • Gewerbe: Der Markt bleibt selektiv. Während Büroflächen in B-Lagen unter Druck stehen, sind Logistik- und moderne ESG-konforme Büroimmobilien weiterhin gefragt.
  • Strategie: Für Langfrist-Anleger (insbesondere über REITs oder Sachwerte) bieten die aktuellen Bewertungen wieder attraktive Einstiegszeitpunkte, da die Zinsunsicherheit abnimmt.

💶 Zinssituation im Euroraum

Die Europäische Zentralbank (EZB) hat zum Jahresauftakt eine Zinspause eingelegt.

  • Leitzins: Der Einlagensatz liegt stabil bei 2,00 % (Stand: Januar 2026).
  • Inflation: Mit einer Rate von ca. 2,0 % im Euroraum hat die EZB ihr Ziel nahezu erreicht.
  • Ausblick: Für das laufende Jahr werden moderate Zinsschritte nach unten erwartet. Dies entlastet vor allem die Finanzierungskosten für Immobilien und Investitionsprojekte.

🛡️ Anleihen: Stabilität kehrt zurück

Anleihen haben ihre Rolle als „Sicherheitsanker“ im Portfolio zurückerobert.

  • Renditen: 10-jährige deutsche Staatsanleihen rentieren aktuell bei etwa 2,9 %.
  • Strategie: Da die Zinsen ihren Gipfel überschritten haben, können langfristige Anleger von stabilen Kupons und potenziellen Kursgewinnen bei sinkenden Marktzinsen profitieren.

🪙 Edelmetalle: Gold auf Rekordkurs

Gold bleibt der ultimative Schutz gegen geopolitische Unsicherheiten und Währungsschwankungen.

  • Goldpreis: Das Edelmetall startete stark ins Jahr und notiert bei ca. 4.500 USD pro Unze. Analysten sehen bis zum Jahresende weiteres Potenzial in Richtung 4.900 USD.
  • Bedeutung: Für Langfrist-Anleger dient Gold weiterhin als Versicherung gegen Extremrisiken („Safe Haven“), nicht primär als kurzfristiges Spekulationsobjekt.

🌐 Geopolitische Lage: Resilienz in Zeiten der Unsicherheit

Das Jahr 2026 ist geopolitisch von einer „neuen Normalität“ geprägt. Während die Märkte früher oft schockartig auf politische Spannungen reagierten, beobachten wir aktuell eine zunehmende Gewöhnung (Resilienz) der Investoren an eine multipolare Welt.

1. „Trump 2.0“ und die Handelsdynamik

Ein Jahr nach dem Amtsantritt der neuen US-Administration sind Handelszölle und protektionistische Maßnahmen („America First“) ein dauerhaftes Thema.

  • Einfluss: Dies führt kurzfristig zu Volatilität bei exportorientierten europäischen Werten (z. B. Automobil, Maschinenbau).
  • Langfrist-Blick: Unternehmen passen ihre Lieferketten an („Near-shoring“). Für Anleger bedeutet dies, dass regionale Diversifikation (USA vs. Europa vs. Asien) wichtiger ist denn je, um von den jeweiligen fiskalischen Impulsen zu profitieren.

2. Regionale Konflikte und Rohstoffsicherheit

Spannungen im Nahen Osten und die Rivalität zwischen den USA und China um technologische Vorherrschaft (Halbleiter, KI) bleiben bestehen.

  • Einfluss: Diese Risiken stützen den Goldpreis und die Energiepreise. Gold hat sich im Januar als „geopolitische Versicherung“ erneut bewährt.
  • Langfrist-Blick: Die Dekarbonisierung und der Ausbau der Verteidigungsinfrastruktur in Europa entwickeln sich von politischen Notwendigkeiten zu langfristigen Investment-Themen (Infrastruktur-Aktien, Immobilien im Bereich Logistik/Sicherheit).

3. Die Rückkehr der Fiskalpolitik

Viele Regierungen reagieren auf die geopolitische Unsicherheit mit massiven staatlichen Investitionsprogrammen (Infrastruktur, Energieautarkie).

  • Einfluss: Dies stützt die Aktienmärkte trotz moderaten Wirtschaftswachstums, kann aber die Staatsverschuldung und damit die langfristigen Anleiherenditen leicht nach oben treiben.

🛡️ Einordnung für Anleger

In einer Buy-and-Hold-Strategie dienen geopolitische Krisen nicht als Signal zum Ausstieg, sondern als Bestätigung für eine breite Streuung.


🧭 Fazit

Trotz kurzfristiger Schwankungen im Januar bleibt die langfristige Perspektive positiv. Die Kombination aus sinkender Inflation, stabilisierten Immobilienpreisen und robusten Unternehmensgewinnen stützt den langfristigen Vermögensaufbau über alle Anlageklassen hinweg.

Hinweis: Ein breit diversifiziertes Portfolio, das Aktien, Immobilien und Gold kombiniert, ist historisch die beste Antwort auf Marktunsicherheiten. Geopolitik verursacht „Wellen“, aber die „Gezeiten“ (Zinsen, Inflation, technischer Fortschritt) bestimmen den langfristigen Kurs. Ein Portfolio, das Immobilien als Sachwert, Gold als Absicherung und Aktien als Wachstumsmotor kombiniert, ist für die aktuelle Weltlage bestens gerüstet.